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Beitragsanpassung

Beitragsanpassung

Hintergründe und Informationen zur Beitragsanpassung

Mit Ihrer privaten Krankenversicherung bei der Gothaer haben Sie sich für einen Versicherungsschutz entschieden, der Ihnen die beste medizinische Versorgung bietet und Sie vom medizinischen Fortschritt profitieren lässt. Hier finden Sie Informationen rund um das Thema Beitragsanpassung in der privaten Krankenversicherung (PKV).

Bei Fragen hilft Ihnen unser Beratungsteam gerne weiter:

0221 308-21999

Jedes Jahr eine Beitragsanpassung?

Viele privat Krankenversicherte haben Sorge um künftige Beitragssteigerungen. Schlagzeilen wie "Beitragsanpassung in der PKV" dominieren in regelmäßigen Abständen die Presse und verstärken die Sorgen zusätzlich. Zudem hört man solche Botschaften selten im Zusammenhang mit der gesetzlichen Krankenkasse. Dort werden die Beitragssteigerungen in der Regel kaum wahrgenommen.

Schaut man aber einmal hinter die Kulissen der beiden Versicherungssysteme, lässt sich die Beitragsanpassung schnell erklären. Detaillierte Informationen können Sie den nachstehenden FAQ entnehmen:

Fragen und Antworten zur Beitragsanpassung

Wie funktioniert die private Krankenversicherung (PKV)?

In der privaten Krankenversicherung zahlt jeder Versicherte (auch Ehepartner und Kinder) einen individuellen Beitrag, der sich je nach gewähltem Tarif, Eintrittsalter und Gesundheitszustand bemisst.

Innerhalb eines Tarifs bilden alle Personen gleichen Alters eine Versichertengemeinschaft, die die Grundlage für die Kalkulation bildet.

Der im Versicherungsvertrag bestimmte Leistungsumfang bleibt für die gesamte Vertragsdauer gleich - anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Kostenerstattungsprinzip

Wie werden die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) kalkuliert?

In der privaten Krankenversicherung werden die Beiträge – im Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) – unabhängig vom Einkommen nach dem Äquivalenzprinzip kalkuliert. Zu Beginn der Versicherung werden für jeden Versicherten seinem persönlichen Risiko entsprechende Beiträge erhoben. Die Höhe des Beitrages richtet sich nach dem individuellen Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand und dem Umfang der gewählten Leistungen. In jedem Tarif finanziert die jeweilige Altersgruppe (Kollektiv) ihre Leistungsausgaben selbst. Innerhalb des einzelnen Kollektivs müssen die erwarteten Versicherungsleistungen den Beitragseinnahmen über die gesamte Vertragslaufzeit entsprechen.

Die Lebenserwartung und die damit verbundene höhere Inanspruchnahme der versicherten Leistungen im Alter werden direkt in den Beitrag einkalkuliert. Verschlechtert sich im Laufe der Zeit der Gesundheitszustand eines Versicherten, so hat dies keine Auswirkungen auf seinen individuellen Beitrag. Eine Beitragserhöhung wegen einer Erkrankung bzw. durch das Älterwerden gibt es somit nicht.

Bei der Kalkulation der Beiträge werden bereits ab Vertragsbeginn die mit zunehmendem Alter steigenden Gesundheitsleistungen durch die Bildung der Alterungsrückstellung berücksichtigt.

Übersteigen jedoch die Versicherungsleistungen oder die Lebenserwartung in dem jeweiligen Kollektiv die kalkulierten Versicherungsleistungen oder die Lebenserwartung, so reichen Beitrag und Alterungsrückstellung zusammen nicht mehr aus, um die versicherten Leistungen zu garantieren. Der Beitrag muss entsprechend angepasst werden.

Wie funktioniert eine Beitragsanpassung?

Mit Abschluss einer privaten Krankenversicherung (PKV) erhält der Versicherte einen dauerhaften Versicherungsschutz, dessen Umfang der Versicherer nicht einseitig erweitern oder reduzieren kann. Hingegen können sich die Aufwendungen, die ein Versicherer hat, durchaus ändern. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen:

  • Steigende Gesundheitskosten
  • Höhere Leistungsausgaben durch vermehrte Inanspruchnahme medizinischer Leistungen
  • Steigende Lebenserwartung

Daher ist jedes private Krankenversicherungsunternehmen gesetzlich verpflichtet, die Beiträge jährlich zu überprüfen. Dabei werden die kalkulierten mit den tatsächlichen Versicherungsleistungen und Sterbewahrscheinlichkeiten verglichen. Dies geschieht jeweils getrennt für jede Beobachtungseinheit (pro Tarif und Altersstufe).

Ergibt die Gegenüberstellung eine Veränderung der Versicherungsleistungen von mindestens fünf Prozent, so können die Beiträge überprüft und angepasst werden. Ab einer Abweichung von zehn Prozent muss eine Überprüfung erfolgen.

Bei den Sterbewahrscheinlichkeiten muss bereits bei einer Abweichung von fünf Prozent eine Überprüfung erfolgen.

Gesetzlicher Rahmen für die Beitragsanpassung


Ergibt die Überprüfung eine nicht nur vorübergehende Veränderung, werden die Beiträge - soweit erforderlich - mit Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders angepasst.

Führen gestiegene Versicherungsleistungen oder steigende Lebenserwartung zu einer Beitragsanpassung, so müssen folgende Rechnungsgrundlagen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden:

  • Stornowahrscheinlichkeit
  • Rechnungszins
  • Kosten (zum Beispiel Verwaltungskosten)

Würden die Beiträge nicht angepasst werden, würden sich – sofern die Kosten im Gesundheitswesen weiter wachsen - die zukünftig zu erwartenden Leistungen immer mehr von den im Beitrag eingerechneten (kalkulierten) Leistungen entfernen. Am Ende entstünde eine erhebliche Finanzierungslücke, sodass die dauerhafte Erfüllbarkeit der Versicherungsleistungen nicht mehr sichergestellt wäre.

Bei einer Beitragsanpassung informieren wir unsere Versicherten darüber, welche Rechnungsgrundlagen (Versicherungsleistungen / Sterbewahrscheinlichkeiten) Auslöser für die Beitragsanpassung in dem jeweiligen Tarif sind.

Bei der Beitragskalkulation müssen die privaten Krankenversicherungen zahlreiche gesetzliche Vorschriften beachten. Die wichtigsten Quellen sind:

  • § 155 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)
  • § 203 Abs. 2 Versicherungsvertragsgesetz (VVG)
  • § 8 b der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB)

Welche Auslöser führen dazu, dass die Beiträge steigen?

Eine Beitragsanpassung ist also notwendig, um das Gleichgewicht zwischen den zukünftig zu erwartenden Leistungen und den Beitragszahlungen zu erhalten.

Anpassungen werden zum Beispiel ausgelöst durch:

  • Stetig steigende Gesundheitskosten
    Stetig steigende Gesundheitskosten als Folge der speziellen Preisveränderungen im Gesundheitswesen (z. B. Arzneimittelverteuerung), der höheren und häufigeren Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen sowie des medizinischen Fortschritts (z. B. neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, neuartige Medikamente, Transplantationen usw.).
  • Medizinische Inflation
    Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, die sogenannte medizinische Inflation, die sogar noch über den allgemeinen Lebenshaltungskosten liegt, und steigende Leistungsausgaben durch häufigere Arztbesuche führen dazu, dass es zu Abweichungen zwischen den kalkulierten und den tatsächlichen Ausgaben kommt.
Kostenentwicklung
(Vgl. Zahlenbericht der Privaten Krankenversicherung 2016 des PKV-Verbandes)

Ambulante Leistungen:

Summe aus Arzt- und Heilpraktikerbehandlung, Arznei- und Verbandmittel, Heil-/Hilfsmittel

Stationäre Leistungen:

Summe aus allgemeinen Krankenhausleistungen, Wahlleistungen, Chefarztbehandlungen, Ein- / Zweibettzimmer, Ersatz-Krankenhaustagegeld

Zahnärztliche Versorgung:

Summe aus Zahnbehandlung, Zahnersatz, Kieferorthopädie



  • Steigende Lebenserwartung in Deutschland
    Die steigende Lebenserwartung führt insofern zu einer Anpassung der Beiträge, da die Versicherungsleistungen kalkulatorisch für einen längeren Zeitraum erbracht werden müssen, wobei gerade im hohen Lebensalter hohe Versicherungsleistungen anfallen.
Bevölkerungsentwicklung 2013/2060

(Vgl. Statistisches Bundesamt)



  • Auswirkungen von Gesetzesänderungen
    Gesetzesänderungen (z. B. das Pflegestärkungsgesetz II, welches zum 1. Januar 2017 in Kraft trat oder die neue Gebührenordnung für Zahnärzte, die seit 1.Januar 2012 gilt) wirken sich auf die Höhe der Versicherungsleistungen aus und müssen in der Beitragskalkulation berücksichtigt werden.
  • Steigender Rechnungszins aufgrund niedriger Kapitalmarktzinsen
    Grundlage für die Verzinsung der Alterungsrückstellung, mit der die Beiträge der privaten Krankenversicherten auch im Alter stabilisiert werden, ist der Rechnungszins. Die Reduzierung der Zinsen in den letzten Jahren führt dazu, dass die Alterungsrückstellung nicht mehr in der Höhe anwachsen wird, wie dies in früheren Jahren der Fall war. Um die Alterungsrückstellung gewährleisten zu können, muss die Beitragsdifferenz, die durch Zinsen nicht mehr erwirtschaftet werden kann, nunmehr durch einen höheren Beitrag aufgefangen werden.

Wofür gibt es einen Treuhänder?

Der Gesetzgeber hat in § 203 Abs. 1 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) die Wirksamkeit einer Beitragsanpassung von der Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders abhängig gemacht.

Die Zustimmung des unabhängigen Treuhänders, die zum Schutz der Versicherten für die Wirksamkeit einer Beitragsanpassung notwendig ist, gibt Ihnen die Sicherheit, dass die neuen Beiträge gemäß den rechtlichen Grundlagen ermittelt wurden.

Zum Treuhänder dürfen nur Personen bestellt werden, die zuverlässig, fachlich geeignet und vom Versicherungsunternehmen unabhängig sind. Zudem muss der Treuhänder vor der Bestellung der Aufsichtsbehörde (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – BaFin) unter Angaben der Tatsachen, die für die Beurteilung der Anforderungen wesentlich sind, benannt werden. Die erforderliche Zustimmung des Treuhänders stellt also sicher, dass die Beitragsanpassung nach den gesetzlichen Vorgaben erfolgt ist und die Beiträge nur im notwendigen Umfang angepasst wurden.

Wie funktioniert das mit den Alterungsrückstellungen?

Die durch das Älterwerden erfahrungsgemäß höheren Versicherungsleistungen werden bereits bei der Beitragskalkulation der Tarife durch Bildung der Alterungsrückstellung berücksichtigt. Die Alterungsrückstellung variiert je nach Tarif.

Zu Beginn der Versicherung zahlen die Versicherten einen höheren Beitrag als für die Deckung der Krankheitskosten benötigt wird. Dieser zunächst nicht benötigte Beitragsteil wird als Alterungsrückstellung verzinslich angesammelt. Mit fortschreitender Vertragsdauer werden die höheren Gesundheitsleistungen im Alter aus der Alterungsrückstellung finanziert. Dadurch wird erreicht, dass sich die Beiträge nicht wegen des Älterwerdens erhöhen.

Prinzip der Altersrückstellung


Steigt jedoch die Inanspruchnahme der Versicherungsleistungen oder die Lebenserwartung in den jeweiligen Versichertengruppen an, so reichen Beitrag und Alterungsrückstellung zusammen nicht mehr aus, um die versicherten Leistungen zu garantieren. Der Beitrag muss entsprechend angepasst werden.

Erhöhte Leistungen bedeuten insbesondere im Alter einen verstärkten Bedarf an Alterungsrückstellungen. Bei einer Beitragsanpassung ist daher auch die Zuführung zur Alterungsrückstellung zu erhöhen. Die Beitragsanpassung wirkt sich in gleicher Höhe auf die Tarifbeiträge aller gleichaltrigen Versicherten eines Tarifs aus.

Je früher der Versicherte seinen privaten Krankenversicherungsvertrag abschließt, desto niedriger ist sein Beitrag. Die Alterungsrückstellung kann länger angesammelt werden als bei späterem Beginn einer Versicherung.

Alle Versicherten, die seit Januar 2009 eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben, können bei späterem Wechsel des Versicherers einen Teil ihrer Alterungsrückstellung auf den neuen Versicherer übertragen. Um dies zu ermöglichen, wird seit dem 1. Januar 2009 in alle Neuverträge ein sogenannter Übertragungswert eingerechnet.

Wie entwickelt sich mein Beitrag künftig?

Zur Beitragsentwicklung für die Zukunft können wir keine konkrete Aussage treffen, da die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen nicht genau vorhersehbar und somit schwer kalkulierbar ist. Aufgrund stetig neuer Krankheitsbilder, neuer Diagnose- und Behandlungsmethoden, neuer medizinisch-technischer Geräte sowie einer höheren Lebenserwartung steigen die Kosten jedoch von Jahr zu Jahr.

Von dieser Kostenentwicklung hängt maßgeblich ab, welche Beiträge künftig notwendig sein werden, um das Gleichgewicht zwischen Leistungsausgaben und Beitragseinnahmen sicherzustellen. Einfluss auf die künftigen Beiträge hat ferner die Entwicklung des Kapitalmarkts.

Durch folgende Maßnahmen versuchen wir, Beitragsanpassungen entweder gänzlich zu vermeiden bzw. diese zumindest zu minimieren.

  • Sensibilisierung unserer Versicherten für kosten- und gesundheitsbewusstes Verhalten. Mit neuen digitalen, medizinisch wertvollen Angeboten im Bereich eHealth möchten wir unseren Kunden neue Möglichkeiten im Rahmen der Gesundheitsvorsorge und des Gesundheitsmanagements bieten.
  • Wir prüfen eingehende Rechnungen sehr gewissenhaft und können dadurch unberechtigte Forderungen zurückweisen.
  • Mit höchster Priorität arbeiten wir an der Beitragsstabilität zum Beispiel durch Kooperationen mit Arzneimittelherstellern und konsequentes Leistungsmanagement.

Welche Vorsorge trifft die Gothaer, damit die Beiträge im Alter noch bezahlbar sind?

Im Alter erhalten privat Krankenversicherte eine ganze Reihe finanzieller Entlastungen.

Bildung der Alterungsrückstellung:

Die durch das Älterwerden erfahrungsgemäß höheren Versicherungsleistungen werden bereits bei der Beitragskalkulation der Tarife durch Bildung der Alterungsrückstellung berücksichtigt.

Altersanwartschaften:

Die Alterungsrückstellung dient dazu, dass - Kostenstabilität vorausgesetzt - allein wegen des Älterwerdens keine Beitragssteigerungen notwendig werden. Wird aber wegen Kostensteigerungen eine Beitragsanpassung notwendig, können sich Beitragssteigerungen ergeben. Um diese zu begrenzen, werden nach § 150 Abs. 4 VAG speziell für die Beitragsentlastung im Alter zusätzliche finanzielle Mittel seitens der Gothaer eingesetzt.

Hierzu hat die Gothaer einen Teil der überrechnungsmäßigen Kapitalerträge (Überzinsen) als Zinsgutschrift auf die normale Alterungsrückstellung jedem Versicherten gutzuschreiben. Das bedeutet, dass jeder Versicherte sozusagen zwei "Sparkonten" hat: die Alterungsrückstellung und die Altersanwartschaften. Diese Altersanwartschaften werden wiederum verzinslich angelegt und jedes Jahr durch weitere Zinsgutschriften aus der Alterungsrückstellung zusätzlich aufgebaut.

Vorrangig sind diese Überschussmittel für die über 65-jährigen Versicherten bestimmt, um Beitragserhöhungen zu mindern oder zu verhindern.

Ist die Beitragsanpassung höher als die Altersanwartschaft hergibt, können natürlich nur die vorhandenen Mittel zur Abfederung angerechnet werden. Wird die angesparte Rücklage nicht innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraumes von drei Jahren für diesen Zweck verwendet, erhalten die Versicherten einen dauerhaften Beitragsnachlass. Dieser Beitragsnachlass muss direkt im Anschluss an die drei Jahre gewährt werden.

Gesetzlicher Zuschlag:

Ein weiteres Instrument zur Beitragsentlastung im Alter ist der gesetzliche Zuschlag. Diesen hat der Gesetzgeber seit dem 1. Januar 2000 für alle Neuversicherten eingeführt. Der gesetzliche Zuschlag wird in Höhe von zehn Prozent auf die Tarife der substitutiven Krankheitskostenversicherung bis Alter 60 erhoben. Ab Alter 65 werden diese Mittel zur Milderung der Beitragserhöhung und ab Alter 80 – sofern noch Mittel vorhanden sind – zur Beitragssenkung verwendet.

Je länger der Vertrag besteht, desto höher ist die Beitragsentlastung: Aufgrund der zurückgelegten Mittel zahlt ein Bestandskunde in den gleichen Tarifen weniger als ein Neukunde.

Beitragsersparnis im Vergleich zum Neukunden



Weitere Möglichkeiten der Beitragsentlastung im Alter

  • Um die Beiträge im Alter bezahlbar zu halten, hatten langjährige Versicherte die Möglichkeit, seinerzeit die Vorsorgetarifstufe abzuschließen. Die Vorsorgetarifstufe garantierte, dass mit Vollendung des 65. Lebensjahres der zu diesem Zeitpunkt zu zahlende Beitrag um ein Drittel reduziert wurde.
  • Aktuell bieten wir den Beitragsentlastungstarif zu bestimmten Tarifen an. Durch zusätzliche Einzahlungen in jüngeren Jahren wird der Beitrag dauerhaft im Alter reduziert.
  • Das Krankentagegeld entfällt mit Renteneintritt, da dieser Schutz vor Verdienstausfall bei langen Krankheiten im Beruf in der Rente nicht mehr benötigt wird.
  • Reduzierung des die Beihilfe ergänzenden Krankenversicherungsschutzes bei Beihilfeberechtigten: Für versicherte Beamte erhöht sich als Versorgungsempfänger der Beihilfesatz ihres Dienstherrn, so dass diese entsprechend weniger Beitrag für ihren die Beihilfe ergänzenden Krankenversicherungsschutz aufwenden müssen.
  • Zuschuss der gesetzlichen Rentenversicherung: Privat versicherte Rentner erhalten von der gesetzlichen Rentenversicherung einen Zuschuss zu ihrer privaten Krankenversicherung. Derzeit beträgt der Zuschuss 7,3 Prozent vom Zahlbetrag der persönlichen Rente, wobei die Zahlung auf die Hälfte des tatsächlichen Beitrages der privaten Krankenversicherung begrenzt ist.

Welche Möglichkeiten bestehen, den Beitrag zu reduzieren?

  • Jeder Privatversicherte hat gemäß § 204 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) einen Rechtsanspruch darauf, jederzeit in einen anderen Tarif mit gleichartigem oder auf Wunsch auch geringerem Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten zu wechseln. Die aus dem Vertrag erworbenen Rechte und die Alterungsrückstellung werden bei einem Tarifwechsel angerechnet. Im Falle einer Beitragsanpassung weisen wir unsere Versicherten stets ausdrücklich auf ihr Recht zum Tarifwechsel hin.
  • Gemäß den Leitlinien der privaten Krankenversicherung garantieren wir unseren Versicherten eine persönliche und bedarfsgerechte Beratung. Im Vordergrund stehen dabei die individuellen Wünsche und Bedürfnisse unserer Versicherten. Hierdurch soll der Versicherungsbedarf geklärt und über geeignete Tarifalternativen informiert werden.
  • Wer seinen Beitrag senken möchte und daher über einen Tarifwechsel nachdenkt, sollte seinen Versicherungsschutz einer genauen Prüfung unterziehen. Welche Leistungen sind unverzichtbar und welche Leistungen sind weniger wichtig. Es gibt einige Möglichkeiten, wie der Versicherte seinen Versicherungsschutz und damit auch seinen Beitrag reduzieren kann und dennoch im Krankheitsfall gut versorgt ist, zum Beispiel:
    - Unterbringung im Zweibettzimmer im Krankenhaus anstelle Einbettzimmer
    - Reduzierung des Erstattungssatzes bei Zahnbehandlung bzw. Zahnersatz
    - Erhöhung der vereinbarten Selbstbeteiligung
  • Für Versicherte, die den Beitrag für ihre private Krankenversicherung im Alter nicht mehr bezahlen können, stehen unter bestimmten Voraussetzungen in der Privaten Krankenversicherung zwei gesetzlich verankerte Verbandstarife zur Verfügung:
    - Der Standardtarif für Personen, die vor dem 1. Januar 2009 eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben und im Alter einen preiswerten Tarif benötigen oder
    - Der Basistarif für Personen, die nach dem 1. Januar 2009 eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben und nachweislich hilfebedürftig sind nach SGB II (Hartz IV) oder SGB XI (Sozialhilfe).
  • Da diese Tarife ein eingeschränktes Leistungsniveau analog der gesetzlichen Krankenkasse bieten, stellen sie keine wirkliche gesetzliche Alternative für "Privatpatienten" dar; ein Wechsel sollte daher wohl überlegt werden! Der maximale Beitrag entspricht dem Höchstbeitrag der Gesetzlichen Krankenkasse. Sofern ein Wechsel in den Standard- bzw. Basistarif mit einer Erweiterung des bestehenden Versicherungsschutzes verbunden ist, erfolgt eine Gesundheitsprüfung für die Mehrleistungen und ggf. kann ein medizinischer Wagnisausgleich vereinbart werden.

Kann ich der Beitragsanpassung widersprechen?

Ein Widerspruchsrecht gegen die Beitragserhöhung existiert nicht.

Als Privatversicherter haben Sie gemäß § 204 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) jedoch einen Rechtsanspruch auf Umstellung Ihres Vertrages in einen anderen Tarif mit gleichartigem oder ggf. geringerem Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten. Wer seinen Beitrag senken möchte und über einen Tarifwechsel nachdenkt, sollte seinen Versicherungsschutz einer genauen Prüfung unterziehen. Welche Leistungen sind Ihnen persönlich wichtig und auf welche Leistungen können Sie verzichten.

Für eine ausführliche Beratung stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Warum werden meine Beiträge erhöht, obwohl ich keine Rechnungen eingereicht habe?

Zu Beginn der Versicherung wird der Beitrag nach dem jeweils gewählten Leistungsumfang sowie nach dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand kalkuliert.

Danach gilt die solidarische Absicherung des Krankheitsrisikos aller Versicherten gleichen Alters innerhalb des gewählten Tarifs. Das heißt, die Entwicklung des persönlichen Gesundheitszustands spielt bei der Berechnung des zukünftigen Beitrags keine Rolle mehr. Wer häufiger krank wird, wird von den Beitragsgeldern aller Tarifversicherten mitgetragen. Wenn die medizinischen Leistungsausgaben innerhalb eines Tarifs insgesamt steigen, werden die Zusatzkosten gleichermaßen auf alle Versicherten dieses Tarifs verteilt und die Beiträge des Tarifs angepasst.

Hierdurch wird sichergestellt, dass wir auch künftig die vertraglich garantierten Leistungen zur Verfügung stellen können.

Besonderheiten der diesjährigen Beitragsanpassung (BAP)

1. Beitragsanpassung in der privaten Pflegepflichtversicherung (PPV)

Im Rahmen der Beitragsanpassung werden die gesetzlichen Änderungen durch das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) umgesetzt. Die Beitragsanpassung wurde vom PKV-Verband vorgegeben und betrifft – da es sich um verbandseinheitliche Tarife handelt – alle PKV-Unternehmen.

Als gesetzliche Vorgabe werden zum 1. Januar 2019 in der Pflegepflichtversicherung (für alle Vollversicherten in allen PKV-Unternehmen) die Auswirkungen des PpSG berücksichtigt. Dies betrifft sowohl Tarif PVN als auch Tarif PVB.

In Tarif PVN fällt die Beitragsanpassung höher aus, da zusätzlich zu der Umsetzung des PpSG auch die Versicherungsleistungen gestiegen sind. Da der sog. Auslösende Faktor bei der Beitragsüberprüfung angesprochen hat, müssen hier zusätzlich alle Rechnungsgrundlagen aktualisiert werden, insbesondere auch der Rechnungszins. Die Veränderung des Rechnungszinses trägt maßgeblich zur Beitragsanpassung bei.

Die Höhe der Beitragsanpassung in der PPV hat deutliche Auswirkungen auf die Gesamthöhe der Beitragsanpassung.

Von den Anpassungen durch das PpSG sind nicht nur alle privat Pflegepflichtversicherten betroffen – unabhängig davon, bei welchem Unternehmen sie versichert sind – sondern auch die gesetzlich Krankenversicherten (voraussichtliche Erhöhung in der GKV um 0,5 Prozentpunkte).

Um die Kosten, die aufgrund dieses Gesetzes entstehen, finanzieren zu können, müssen alle Pflegepflichtversicherten (PPV und SPV) zukünftig höhere Beiträge leisten.


2. Die Anpassung des Rechnungszinses betrifft alle PKV-Unternehmen

Alle PKV-Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, ihre Rechnungsgrundlagen - inkl. des Rechnungszinses – jährlich zu überprüfen und ggf. anzupassen. Grundlage für die Berechnung des Rechnungszinses ist der individuelle (pro Versicherungsunternehmen) aktuarielle Unternehmenszins. Nur wenn die Auslösenden Faktoren (Sterblichkeit oder Versicherungsleistungen) anschlagen, findet eine Überprüfung statt.

Schlagen die Auslösenden Faktoren über mehrere Jahre nicht an, gibt es aber dennoch Anpassungen des Rechnungszinses, so dürfen diese Anpassungen erst mit der nächsten notwendigen Beitragsanpassung umgesetzt werden.

In diesem Fall ist davon auszugehen, dass die Anpassung dann wahrscheinlich stärker ausfällt und sich entsprechend deutlicher auf die Höhe der BAP auswirkt.

Einfach gesagt: Bei einer regelmäßigen BAP ist auch der Rechnungszins immer auf dem aktuellen Stand (= mäßige Anpassung des Rechnungszinses), wohingegen bei einer unregelmäßigen BAP eine Anpassung des Rechnungszinses sprunghaft auf einen Schlag stattfindet (= deutliche Anpassung).



3. Informationsblatt zur Beitragsanpassung

Die Rechtsprechung geht tendenziell dazu hin, alle privaten Krankenversicherungsunternehmen dazu zu verpflichten, den Kunden eine detaillierte Begründung der individuellen Beitragsanpassung zur Verfügung zu stellen.

In einem separaten Informationsblatt haben wir unseren Kunden deshalb allgemeine Informationen zum Zustandekommen einer BAP zusammengestellt. Darüber hinaus informieren wir die Kunden über die sachlichen sowie die auf den individuellen Vertrag zutreffenden Gründe einer BAP. Die individuellen Gründe einer BAP (u. a. die explizite Benennung der jeweils auslösenden Faktoren) haben wir in einer Tabelle zusammengefasst.

Auswirkungen neuer, moderner Behandlungs- und Diagnosemethoden

Neuartige Medikamente, verbesserte Therapieverfahren – Wissenschaftler, Ärzte und Professoren arbeiten daran, dass wir länger leben und gesund bleiben. Sie schenken jungen und alten Patienten mehr Lebensqualität und retten darüber hinaus durch ihre Forschungen Menschenleben.

Doch das hat seinen Preis. Die Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen jährlich und lagen im Jahr 2017 bereits bei über eine Milliarde Euro täglich.

Hier einige Beispiele:

Moderne Laserbehandlung ermöglicht viele Therapiemöglichkeiten

Der Einsatz moderner Lasersysteme hat die therapeutischen Maßnahmen in vielen medizinischen Bereichen revolutioniert, wie beispielsweise in der Dermatologie. Verglichen mit bisherigen chirurgischen Eingriffen lassen sich Hautveränderungen mit der modernen Lasertherapie schnell, präzise und in der Regel narbenfrei entfernen.

Depressionen

Depression: Eine der häufigsten und am meisten unterschätzte Erkrankung. Depressionen können jeden treffen: Manager, Angestellte oder Erwerbslose - alle sind gleichermaßen betroffen. Auch Kinder und ältere Menschen können erkranken. Jeder fünfte Bundesbürger erkrankt einmal in seinem Leben an einer Depression.

Im Jahre 2011 waren bundesweit ca. 246.000 Personen in vollstationärer Behandlung. Im Jahr 2016 waren es schon 263.000 Personen.

Die steigenden Krankheitskosten im Zusammenhang mit der Behandlung einer Depression zeigen, dass immer mehr Menschen von dieser Erkrankung betroffen sind.

Jährliche Krankheitskosten:

Jährliche Krankheitskosten

Quelle: Statistisches Bundesamt

Mehr Sicherheit für kleine Diabetespatienten und Eltern

Rund 32.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an Diabetes. Die Eltern kennen die Alltagssorgen: Schmerzhaftes Fingerstechen, nächtliches Wecken der Kleinen und sobald das Kind bei seinen Freunden oder in der Schule ist, kommt die Angst auf, es könnte beim Spielen unterzuckern.

Durch die innovative Entwicklung von Messsystemen können Eltern endlich aufatmen. Ab sofort genügt ein schmerzloser Scan über einen am Oberarm befestigten Sensor, um den Zuckerwert zu ermitteln. Dies erleichtert Eltern und auch Kindern den Umgang mit Diabetes im Alltag.

Im Vergleich zu der herkömmlichen Messmethode mit Stechhilfe und Teststreifen sind die jährlichen Kosten ca. 400 Euro höher.

Fortschritt in der Krebstherapie

Jährlich erkranken in Deutschland knapp 500.000 Menschen an Krebs. Die intensive Forschung und Entwicklung von neuen Krebspräparaten hat dazu geführt, dass Krebspatienten heute nahezu sechsmal länger leben als noch vor vielen Jahren. Eine höhere Wirksamkeit und eine bessere Verträglichkeit der Therapien leisten einen wichtigen Beitrag dazu, das Leben der Patienten zu verlängern und ihnen eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen. Dies geht jedoch mit hohen Forschungs- und Entwicklungskosten in der Pharmaindustrie einher. Lagen die Kosten in den 90er-Jahren noch bei umgerechnet wenigen tausend Euro, so waren es zehn Jahre später bereits einige zehntausend Euro. Heute kostet eine Krebstherapie sogar in einigen Fällen hunderttausend Euro und mehr.

Vergleich private Krankenversicherung (PKV) und gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die private und die gesetzliche Krankenversicherung sind gekennzeichnet durch System-, Leistungs- und Beitragsunterschiede.

Systemunterschiede

In der gesetzlichen Krankenversicherung gilt primär das Sachleistungsprinzip. Das bedeutet, dass die Krankenkassen Verträge mit niedergelassenen Ärzten bzw. den Interessenverbänden der Ärzte, Krankenanstalten, Apotheken usw., abschließen. Dieser Vertrag regelt auch die kassenärztliche Zulassung. Der Versicherte selbst hat in diesem Fall keinen Vertrag mit dem Arzt.

Anders ist dies bei dem Kostenerstattungsprinzip, für das sich gesetzlich Versicherte seit dem 1. Januar 2004 entscheiden können. Wählt man dieses, muss man die Abrechnung mit dem Arzt selbst vornehmen und anschließend die Rechnungen bei der GKV einreichen. Diese erstattet dann jedoch lediglich die Kosten in der Höhe, die sie auch beim Sachleistungsprinzip trägt.

In der PKV gilt generell das Kostenerstattungsprinzip. Jeder privat Versicherte hat einen Anspruch auf Erstattung der Heilbehandlungskosten gemäß dem jeweils abgeschlossenen Tarif. Rechnungen, die der Privatpatient zum Beispiel von Ärzten erhält, muss er dem Arzt begleichen und beim Versicherer zwecks Erstattung einreichen.

Auch in Bezug auf die Finanzierung unterscheiden sich die beiden Krankenversicherungen. Während in der GKV die Ausgaben aus den laufenden Einnahmen gedeckt werden und faktisch die gesunden Versicherten die Behandlungsbedürftigen mit finanzieren (Umlagesystem), kommt in der PKV das Kapitaldeckungsprinzip zum Tragen. Das bedeutet, dass das Gesamtrisiko des Einzelnen über die gesamte Lebenszeit errechnet und auf die voraussichtliche Lebensdauer gleich verteilt wird.

Zudem bietet die GKV die Möglichkeit, Ehegatten und Kinder ohne Mehrbeitrag über die Familienversicherung abzusichern. Dies ist in der PKV nicht möglich. Hier muss jedes Familienmitglied gegen einen separaten Beitrag eigenständig versichert werden.


Leistungsunterschiede

Vergleich zwischen privater Krankenversicherung (PKV) und gesetzlicher Krankenversicherung (GKV)



Beitragsunterschiede

Während sich die Beiträge zur PKV aus den jeweils abgeschlossenen Tarifen (inkl. eines etwaigen medizinischen Wagnisausgleiches) und des Alters berechnen, bemessen sich die Beiträge zur GKV nach einem Prozentsatz der beitragspflichtigen Bruttoeinnahmen.

Sowohl bei pflicht- als auch bei freiwillig gesetzlich Versicherten werden die Einkünfte insgesamt bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. In 2018 liegt diese bei 4.425,- Euro.



Beispielhafte Darstellung der Beitragsentwicklung PKV / GKV

Der folgenden Grafik können Sie die Beitragsentwicklung eines PKV-Versicherten im Vergleich zu einem GKV-Versicherten (inkl. SPV-Höchstbeitrag) ab 2013 entnehmen.



Anmerkungen zur Grafik: Beitrag für eine 35jährige Person (2013). Höchstbeitrag GKV und SPV, ab 2015 inkl. des durchschnittlichen Zusatzbeitrags zur GKV, der allein durch den Versicherten zu zahlen ist.
MediVita-Kombination inkl. GZ: MediVita 500, MediVita Z 70, MediClinic Plus (bis inkl. 2016: MediClinic 2), MediM Plus, TG 6/100, PVN; jährl. SB (MediVita 500 EUR) eingerechnet.


Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Versicherungssysteme

Die Auswirkungen des demografischen Wandels werden auch in der Versicherungsbranche – speziell in der GKV – deutlich spürbar. Die geburtenstarken Jahrgänge (1955 – 1967) sind oder kommen zeitnah in das Alter, in dem der durchschnittliche Bedarf an Gesundheitsdienstleistungen überproportional ansteigt. Zusätzlich rücken immer weniger junge Menschen, die tendenziell eher geringe Gesundheitskosten verursachen, in die GKV nach.

Dies bekommt ein System wie die GKV, die im Umlageverfahren funktioniert, besonders schmerzhaft zu spüren. Durch das fortwährend abschmelzende Versichertenkollektiv sinken die Beitragseinnahmen in der GKV. Demgegenüber stehen allerdings zeitgleich nicht etwa sinkende Leistungsausgaben. Im Gegenteil: Der Beitragsanteil der stark dominierenden geburtenarmen Jahrgänge kann die steigenden Leistungsausgaben der geburtenstarken Jahrgänge bei weitem nicht ausgleichen.

Durch die Tatsache, dass sich die Pyramiden der Beitragseinnahmen und Leistungsausgaben umgekehrt haben und zusätzlich die Kosten der medizinischen Versorgung steigen (aufgrund neuer, teurerer Diagnose- und Behandlungsmethoden und der höheren Lebenserwartung der Versicherten), sind künftig deutliche Beitragssteigerungen und Leistungskürzungen in der GKV sicher zu erwarten.

Dementgegen steht die PKV, bei der sich der demografische Wandel in dieser Form nicht auswirkt. Primärer Grund hierfür ist, dass die PKV nicht im Umlageverfahren, sondern im Kapitaldeckungsverfahren funktioniert. Jeder einzelne Tarif ist ausfinanziert; lediglich steigende medizinische Kosten, die bei der Kalkulation des Tarifes nicht absehbar waren, können zu Beitragsanpassungen führen. Neue und moderne Behandlungs- und Diagnosemethoden spiegeln sich in den Leistungsausgaben wider, da diese mit zunehmender medizinischer Weiterentwicklung steigen. Aber auch der Vorteil dieser Entwicklung ist deutlich spürbar: Die neuen Methoden stehen Ihnen als privat Krankenversichertem jederzeit offen. Sie und Ihre Gesundheit profitieren hiervon in hohem Maße, denn eine Übernahme der Kosten ist Ihnen im tariflich vereinbarten Umfang sicher.

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